Klimastrategie

Unser Ziel ist es, spätestens 2050 ein emissionsfreies Unternehmen zu sein. Die Volvo Group bekennt sich zu den Zielen des Übereinkommens von Paris. Das Ziel lautet, die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur bei deutlich weniger als 2 °C zu halten (bezogen auf das Niveau vor dem Zeitalter der Industrialisierung) und Maßnahmen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C zu ergreifen. Dies ist eine große Herausforderung für die Welt und für uns. Es gibt viele Faktoren, die sich unseren Einflussmöglichkeiten entziehen, doch mit breit angelegten und ambitionierten Gemeinschaftsprojekten und einer ganzheitlichen Klimastrategie ist vieles möglich. Wir bekennen uns zur Initiative Science Based Targets und zu Punkt 1.5 (null Emissionen in der Wertschöpfungskette bis spätestens 2050). Im Verlauf des Jahres 2021 sollen Zwischenziele formuliert werden; zudem bringen wir unsere Arbeit kontinuierlich mit den Empfehlungen der TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) in Einklang.

Zu den wichtigsten Dingen, die wir tun können, zählen Maßnahmen, die unseren Kunden bei der Reduzierung ihrer Emissionen helfen. Daher steht die Entwicklung von Produkten und Lösungen zur Verbesserung der CO2-Bilanz bei unserer Klimastrategie an erster Stelle. Unser Schwerpunkt: Wir wollen innovative und wettbewerbsfähige Lösungen in Bereichen auf den Markt bringen, in denen wir die größte Wirkung erzielen können.

Bei der Festlegung von Klima- und anderen Umweltzielen berücksichtigen wir auch die Klimaauswirkungen unserer industriellen Aktivitäten. Wir bemühen uns um die kontinuierliche Reduzierung von Abfällen und Emissionen, die Optimierung des Wasserverbrauchs und die Verbesserung der Handhabung von Lösungsmitteln, Ölen und Chemikalien. Der Schwerpunkt unserer Klimastrategie besteht darin, fossile Energieträger durch nachhaltige Energiequellen wie Wind, Sonne, Biomasse und Biokraftstoffe zu ersetzen.

Eine optimierte globale Bilanz in unserer Lieferkette wird die Vorlaufzeit für unsere Kunden verkürzen und unsere CO2-Bilanz aktiv verbessern. Mit unserer Klimastrategie möchten wir uns beim Einkauf von Waren, Dienstleistungen und Lösungen das bestmögliche kommerzielle Angebot und herausragende Qualität und Technologie sichern. Auch die Zulieferer halten wir dazu an, den Ausstoß von Treibhausgasen regelmäßig zu kontrollieren, zu verringern und nach Möglichkeit ganz zu unterbinden. Diesbezüglich bemühen wir uns um die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, damit wir gemeinsam einen Beitrag zum Übereinkommen von Paris und zu den globalen Klimazielen leisten.

Auf dem Weg zu Transportlösungen ohne fossile Energieträger

Wir gehen davon aus, dass das Transportwesen 2050 ohne fossile Energieträger auskommen wird. Dies ist das Jahr, in dem die Welt CO2-neutral sein muss, damit die im Übereinkommen von Paris formulierten globalen Klimaziele erreicht werden. Das Entwickeln von Lösungen zur Verbesserung der CO2-Bilanz unserer Erzeugnisse hat für uns höchste Priorität. Der Übergang zu einem Transportsystem, das ohne fossile Energieträger auskommt, erfordert eine Reihe von Lösungen. Dies sind unsere wichtigsten Schwerpunkte:

  • Elektrifizierung und Wasserstoff
  • Nachhaltige Biokraftstoffe
  • Lösungen zur Optimierung der Energieeffizienz und zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs

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Betriebliche Umweltbilanz

Der „ökologische Fußabdruck“ unserer Betriebe ist relativ klein, wenn man ihn mit dem der Nutzungsphase unserer Produkte vergleicht. Dennoch achten wir im Rahmen unserer Umwelt- und Klimastrategie permanent auf die Klima- und Umweltauswirkungen unserer industriellen Aktivitäten. Das Hauptaugenmerk bei der Verbesserung der Umweltbilanz unserer Betriebe liegt auf den Bereichen Energie, Emissionen, Abfälle und Chemikalien.

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Klimaziele

Ende 2020 haben wir mit unseren Klimazielen für den Zeitraum von 2015 bis 2020 abgeschlossen, die sich auf die Produktion, den Warentransport und die Produktnutzungsphase bezogen. Wir werden auch weiterhin Energie sparen und Emissionen reduzieren und im Verlauf des Jahres 2021 wissenschaftlich fundierte Zwischenziele festlegen, um spätestens 2050 emissionsfrei zu sein.

Fertigung

Ziel

Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, mit denen ab 2020 jährlich 150 GWh eingespart werden.

Ziel erreicht

Seit 2015 wurden 1.260 Maßnahmen umgesetzt, mit denen ab 2020 insgesamt 207 GWh pro Jahr eingespart werden.

 

Nächster Schritt

Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung in Höhe von 150 GWh im Zeitraum von 2021 bis 2025.

Transportwesen

Ziel

Reduzierung der CO2-Emissionen im Warenverkehr um 20 % je produzierte Einheit.

Ziel erreicht

Die Frachtemissionen je produzierte Einheit lagen 2020 um 24 % unter dem Vergleichswert von 2013.

 

Nächster Schritt

Reduzierung der CO2-Emissionen im Warenverkehr um 30 % je produzierte Einheit bis 2025 (bezogen auf 2018).

Produkte

Ziel

Reduzierung der CO2-Emissionen aus dem Lebenszyklus von Produkten um insgesamt mindestens 40 Millionen Tonnen.

Ziel erreicht

Im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurden schätzungsweise 43 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

 

Nächster Schritt

2021: Festlegung wissenschaftlich fundierter Zwischenziele auf dem Weg zu null Emissionen (spätestens 2050).

Energie und CO2-Emissionen

Third Party Assurance

Unsere Emissions- und Energiedaten sind Teil unseres Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts und sind Gegenstand einer Third Party Assurance. 

Gemeinschaftsprojekte

„Climate Savers“-Programm des WWF

2010 waren wir das erste Unternehmen aus unserer Branche, das sich am „Climate Savers“-Programm des WWF beteiligte.

Climate Savers ist das Leadership-Programm des WWF und dient dem Ziel, die Führungsrolle von Unternehmen in Bezug auf Klimaschutzlösungen anzuerkennen. An dem Programm beteiligt sind WWF-Partner mit ambitionierten Strategien zur Entwicklung emissionsfreier Geschäftsmodelle, die den Nachweis erbringen wollen, dass die Reduzierung von Treibhausgasemissionen sehr wohl mit wirtschaftlichem Wachstum einhergehen kann.

Weitere Infos finden Sie auf www.climatesavers.org

„Verstärker“-Initiativen

Zur Verstärkung unseres Engagements treten wir in unserer Branche und innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette als Anwalt und Befürworter emissionsfreier Lösungen auf. Im Zeitraum von 2015 bis 2020 haben wir 14 sogenannte „Verstärker“-Initiativen durchgeführt, um für mehr Energieeffizienz und die Reduzierung von CO2-Emissionen zu werben und die Wertschöpfungskette positiv zu beeinflussen. Am Jahresende 2020 kommen wir zu dem Schluss, dass alle abgeschlossen sind.

In den letzten 5 Jahren gab es in unserer Branche und in unserem Unternehmen große Fortschritte in Sachen Klimabewusstsein und ökologisches Handeln. Hier eine Zusammenfassung unserer 14 Verstärker-Initiativen für den Klimaschutz:

  • Gemeinsamer Vorsitz der Beratergruppe für nachhaltigen Verkehr mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen.  2014 verkündeten die UN die Mitgliedschaft in einer hochrangigen Beratergruppe, die Empfehlungen zur Ausgestaltung eines nachhaltigen Personennahverkehrswesens auf globaler, nationaler und regionaler Ebene aussprechen soll. 
  • ElectriCity – Inbetriebnahme einer Buslinie in Göteborg, auf der vollelektrische und Elektrohybridbusse verkehren.
  • Ausrichtung der Construction Climate Challenge (CCC), die in der gesamten Wertschöpfungskette der Baubranche für das Thema Nachhaltigkeit werben und Umweltforschungsprojekte finanzieren soll.
  • Standortoptimierung durch die Entwicklung eines Tools, mit dem sich die Effizienz einer ganzen Baustelle verbessern lässt. Electric Site ansehen.
  • Führend bei der Gestaltung von Branchennormen; Unterstützung der Entwicklung einer ISO-Kraftstoffverbrauchsnorm für die Baumaschinenbranche.
  • Ausgiebige Erprobung bahnbrechender Technologien in der Praxis, wobei erhebliche Verbrauchssenkungen unter Beweis gestellt wurden.
  • Mehr Umweltbewusstsein auf Seiten der Zulieferer durch Zusammenarbeit zur Verbesserung ihrer Klimawandelstrategie.
  • Nutzung erneuerbarer Energien. Die Volvo Group hat an zwei WWF-Initiativen teilgenommen: am „Corporate Renewable Energy Buyer Principle“ und an der Gesprächsrunde zum Thema Biokraftstoffe. 2020 stammen 52 % der weltweit von der Volvo Group bezogenen Energie aus erneuerbaren Quellen.
  • In Asien beschäftigen wir uns permanent mit der Erschließung erneuerbaren Energien, und an den indischen Standorten Hoskote and Peenya bei Bengaluru haben wir einen Großteil der Energieversorgung auf Solarstrom umgestellt.
  • Demonstration technologischer Neuerungen für Lkw mithilfe von Prototypen. Nun elektrifizieren wir unser gesamtes europäisches Lkw-Sortiment in allen Segmenten.
  • Die Volvo Group hat den Verkauf von Vorrichtungen zur Verbrauchssenkung angekurbelt. Das neue I-Save kann Kunden helfen, die Kraftstoffeffizienz um bis zu 10 % zu verbessern.
  • Entwicklung eines Vorserienmotors mit Hybridtechnologie für nicht straßengebundene Anwendungen.
  • Verstärkte Nutzung von IPS für Aufgaben in der Berufsschifffahrt. Entwicklung von IPS-Technologie, die sich für weitere Aufgaben eignet und dort Kraftstoff spart.
  • Gründung eines „City Mobility“-Konzepts in mindestens fünf Städten.

Weitere Informationen

Transportlösungen ohne fossile Energieträger

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Betriebliche Umweltbilanz

Erfahren Sie mehr über die Umweltbilanz unserer Betriebe.
 

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GRI-Bericht

Unser Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht enthält Angaben zum Thema Nachhaltigkeit. Unser GRI-Index gibt Auskunft über die speziellen ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsthemen, die für die Volvo Group maßgeblich sind.